So schnell vergeht mehr als ein Jahr…

Ich hatte eig. vor regelmäßig diesen Blog zu nutzen um meine Gedanken loszuwerden. Zumindest ein Stück weit. Tja… aber irgendwie bin ich kaum mehr im Arbeitszimmer gesessen, sondern ein Stück weit im Wohnzimmer versumpft…Vor dem TV. Oder in einem Buch.

Erst jetzt, nach der Geburt unserer Zwillinge ist Emma wieder so präsent. Natürlich kümmern wir uns regelmäßig um ihren Platz und ich habe auch ihre Ecke bei uns im Haus neu dekoriert.  Ich würde es nicht Verdrängung nennen. Mir war der Verlust und der Schmerz durchaus bewusst. Aber es schob sich in den Hintergrund.

Danach verging die Zeit einfach. Die Kontakte die geblieben sind, und sich aufrichtig zwischendurch erkundigt haben, die weiß ich jetzt zu schätzen. Von vielen höre ich „Wir wussten nicht, wie…“ Kann ich verstehen, aber nicht ganz akzeptieren. Denn man hätte es zumindest versuchen können. Es gibt viele Wege zu kommunizieren. Nichts tun, war definitiv der falsche. Und nein, ich hatte von mir aus nicht die Kraft es zu tun.

Aber ich bin noch hier.

Gerade die letzt 2,5 Monate führen mir vor Augen, was wir mit Emma alles nicht erleben durften. Ich weine viel. Aber das tut gut. Ich hab meine Personen, mit denen ich rede und die es verstehen. Ich möchte aktiver werden und werde es auch bereits. Und ich bin kritischer und direkter geworden, wofür ich mich bei Emma immer wieder im Stillen bedanke. Ich lass mich nicht mehr so oft bequatschen und spreche auch unangenehme Dinge an (wo ich vorher eher ausgewichen bin). Und ja, ich lache auch ganz viel und von Herzen.

Ganz so euphorisch wie andere Mütter bin ich allerdings nicht. So haben wir kaum ein Foto während der Schwangerschaft gemacht. Die Themen, die bei den Baby Communitys aktuell waren (Dehnungsstreifen, Gewicht, etc) interessierten mich eher wenig, wie mein Körper aussah, war mir herzlich egal, Hauptsache den Kleinen ging es gut. In mir war nur der Wunsch, dass ich diesmal ein, bzw. zwei gesunde Leben im Arm halten durfte. Die Kontrolltermine…. Immer wenn es hieß, alles sei gut, war das etwa für 4 Tage ok für mich. Dann begann der nächste Gedankenkreisel. Wenn alle mich immer schon freudestrahlend grüßten oder beglückwünschten, hatte ich oft nur ein müdes Lächeln. Ich glaubte einfach nicht daran, dass es gut geht und genausoarg hatte ich ein furchtbar schlechtes Gewissen den beiden gegenüber, „weil“ ich nicht an sie glaubte. Es gibt für diese Situation keinen wirklichen Ratgeber. Erst im Nachhinein habe ich das Buch „Meine Folgeschwangerschaft“ von Heike Wolters entdeckt. Ich „arbeite“ es jetzt durch. Und kann es nur jeder Sternenmutter empfehlen!

Aber es bleibt die Angst. Die Angst, das mir diese Kinder trotzdem noch irgendwie genommen werden. Sie ist mein ständiger Begleiter, auch wenn sie meistens die Klappe hält.Ich vertraue dem Leben nicht mehr so ganz. Es hat mich eines Besseren belehrt. Und daher bin ich auf der Hut. Wenn meine Kleinen schlafen, ertaste ich ob sie warm sind und atmen – immer.Gut, dass machen auch andere Mütter ich weiß, aber vielleicht weniger bewusst mit der Tatsache, dass es wirklich passieren kann.

Zwillinge sind anstrengend. Und auch das bringt mich gedanklich immer wieder in einen Zwiespalt. Ich bin oft sehr erschöpft. Mein Körper ist noch recht „geschafft“, mir tut so ziemlich alles weh. Und oft wenn die zwei weinen und ich nichts finde, womit ich das ändern kann und dann selbst weine, vielleicht mal laut werde, mich dann kurz vor die Tür begebe um mich zu beruhigen, dann kommen diese Mistgedanken: Ich darf nicht jammern, ich darf nicht laut werden, ich darf nicht sagen, sie sind anstrengend, weil ich dankbar und demütig zu sein habe, überhaupt Kinder zu haben! Ja, dass sind bescheuerte Gedanken, ich weiß und sie werden sicher mal noch leiser werden – hoff ich zumindest.

Ok… ich könnte gerade noch ewig so weiterschreiben, aber ich mach für heute nen Punkt und freu mich auf ein Stündchen Ruhe, da mein Mann gerade unsere Prinzickchen spazieren fährt 🙂

Advertisements

Oma tut es leid

Meine Oma wäre es mir nicht schuldig, aber ich hoffe sie hat jetzt genug zu tun mit ihrer Urenkelin da oben.

MitmachBlog

Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid.

Das ist der Titel einer wundervollen Geschichte über eine ganz außergewöhnliche Oma und ihre sehr außergewöhnliche Enkelin.

Wer das Buch liest, denkt unweigerlich an seine eigene Oma. Ich hatte immer nur eine. Die andere starb schon Jahrzehnte, bevor überhaupt jemand an meine Zeugung dachte.

Meine Oma hatte mit mir eine sehr gewöhnliche Enkelin, glaube ich. Ich wollte Eis, fernsehen und Süßigkeiten. Und auch alles andere, was ich zu Hause nicht durfte. Bei Oma gab es noch nicht mal die „Nutella nur zum Frühstück und dann auch nur auf eine Brötchenhälfte“-Regel.

Meine Oma war insofern gewöhnlich, dass ich bekam, was ich wollte. Brötchen mit Schokostreuseln, natürlich mundgerecht geschnitten. Eis mit Sahne, Sirup und Streuseln. Vanillepudding. Schokolade. Und alles andere, was den Gaumen erfreut.

Wir gingen nicht auf den Spielplatz und machten auch nur selten irgendwelche Ausflüge. Das ging alles nicht. Aber in…

Ursprünglichen Post anzeigen 124 weitere Wörter

Auf ein Wort #1

Es kommt halt doch auf die Feinheiten an

Blaubeermuffins machen glücklich

Da liegt was in der Luft. Keine Ahnung, was los ist, aber so viel weiß der Mann von heute: Sie hat was. Irgendwas. Von einer winzig kleinen Missstimmung bis zum kurz bevorstehenden Atomkrieg könnte alles sein. Jede weitere Reaktion gleicht nun einem Topfschlagen im Minenfeld. Was tun, fragt sich der interessierte Mann von heute. Fragen! Hervorragende Idee, miteinander reden ist ja immer gut.

Also fragt er: „Was ist?“

Und sie antwortet: „Nichts.“

Bravo. Und jetzt? Nochmal fragen! Vielleicht will sie, dass man sich bemüht. Hartnäckigkeit zeigen! Ja, das könnte der richtige Weg sein, denkt er.

„Ist wirklich nichts?“, will er erneut wissen.

„Jup.“

Und trotzdem weiß jeder: Doch irgendwas ist. Aber jetzt hat er auch keinen Bock mehr nochmal zu fragen.

Warum bekommt man(n) darauf eigentlich so selten eine „vernünftige“ Antwort? Ich sag’s euch: Weil die Frage meistens scheiße ist. Sie führt nicht wirklich dazu, dass man miteinander redet.

Selbst…

Ursprünglichen Post anzeigen 188 weitere Wörter

Shhhhhhh…..We can’t say the “s” word!!

Stillbirth Matters

shhhhhby Lindsey Wimmer, MSN, CPNP

Take the poll!

If you have not yet read it, I encourage everyone to read the recent article in the New York Times titled, “Breaking the Silence of Stillbirth”.  This article is very well-written and puts into words many of the same emotions I tried to express in my last blog.   The author, Sarah Muthler, also includes a statement that jumped off the page at me

“Can we find a way to talk about stillbirth – to educate – without being fear mongers?”

When I discuss stillbirth issues with health care providers, they always tell me they avoid mentioning the word ‘stillbirth’ or any of the surrounding topics to their pregnant patients because “it will just scare them”.   In my mind, there are so many things wrong with this line of thinking that it just infuriates me.

First, I think it’s insulting that providers…

Ursprünglichen Post anzeigen 968 weitere Wörter

Stillbirth – a description, not a diagnosis

Stillbirth Matters

This spring, Star Legacy Foundation held our first essay contest! Potential entrants were encouraged to send in an essay explaining what they would like researchers and health care providers to know about their stillbirth experience and what they have learned in their grief.

Jackie Sondrol submitted the winning entry. Her essay was printed in the syllabus for Stillbirth Summit 2014 in June and we are pleased to share it with you again here. Her words speak to many of us.

Thank you to everyone who participated. We hope to share the other entries in future issues.

We wish Jackie hadn’t joined our ‚club‘ just as we wish none of us had. But, we are certainly grateful to have Jackie’s passion, dedication, and inspiration working with us to prevent stillbirth.

================================================================================

Stillbirth – a description, not a diagnosis. It is only after influential organizations reach this simple conclusion that we will…

Ursprünglichen Post anzeigen 478 weitere Wörter

The power of awareness…..

Weil jedes Leben zählt! Und mehr getan werden könnte!

Stillbirth Matters

by Lindsey Wimmer, RN, MSN, CPNP, CPLC

I think almost every parent I know who has experienced pregnancy or infant loss has been told,

“Sometimes these things just happen.”

It is supposed to make us feel better because it isn’t our fault and nothing could have been done to prevent it. And to some people at certain points in their grief journey, it is comforting. However, to me right now – it is infuriating.

It gives me the feeling that there is no desire to improve or do anything about it. To a bereaved parent like me, it translates into – My baby isn’t worth the extra time, energy, resources, etc. That is insulting and false. Every baby is worth the effort to give them the best chance at a happy, healthy, productive life with a family that loves them more than words can describe.

I know that every…

Ursprünglichen Post anzeigen 914 weitere Wörter

Ein Ja für dich selbst

Immer wieder richtig und wichtig…. Danke für den Denkanstoß Jule!

Blaubeermuffins machen glücklich

Nein zu sagen ist nicht besonders einfach, finde ich. Es impliziert, dass wir irgendetwas ablehnen, möglicherweise jemanden verletzen und vermittelt uns vielleicht auch das Gefühl, wir würden jemanden im Stich lassen. Noch schwerer wird es, wenn andere unsere Gefühle verstärken und mit unserem schlechten Gewissen spielen. Dabei müssen wir eigentlich gar keins haben.

Wenn wir Nein sagen, haben wir unsere Gründe. Gute Gründe, sonst würden wir vermutlich nicht Nein sagen. Trotzdem fällt es vielen schwer. Man neigt eher dazu, seine eigenen Bedürfnisse zugunsten einer anderen Person oder Sache zurückzustellen, obwohl man lieber Nein gesagt hätte. Man hat es aber nicht, denn ein Ja ist meistens viel harmonischer. Man muss sich nicht auseinandersetzen und hat auch nicht das Gefühl, sich erklären oder rechtfertigen zu müssen. Kurz gesagt: Man geht den Weg des geringsten Widerstandes.

Ich predige immer wieder, dass der Weg des geringsten Widerstandes in den seltensten Fällen der ist, der…

Ursprünglichen Post anzeigen 132 weitere Wörter